Heizung

Standheizung im Wohnmobil: Diesel oder Gas?

2 Min. Lesezeit Aktualisiert

Kurz gesagt

Eine Dieselheizung kommt nur bei Dieselfahrzeugen infrage – dafür tanken Sie den Brennstoff überall nach. Eine Gasheizung lohnt sich vor allem, wenn schon eine Gasanlage an Bord ist; einfacher ist sie nicht automatisch. Am Ende entscheiden oft der verfügbare Platz und die Größe des Fahrzeugs.

Werkstattgebäude von Autoservice Fries in Heuchelheim mit Fahrzeugen auf dem Hof

Beide Bauarten heizen zuverlässig. Die Entscheidung fällt weniger über die Wärme als über den Betrieb: Woher kommt der Brennstoff, was ist an Bord schon vorhanden – und wie viel Platz bietet das Fahrzeug?

Dieselheizung

Eine Dieselstandheizung zieht ihren Brennstoff aus dem Fahrzeugtank. Das hat einen klaren Vorteil: Sie tanken unterwegs überall nach, egal wo Sie gerade stehen. Die Voraussetzung ist ebenso klar – sie kommt nur in Dieselfahrzeugen infrage.

Soll die Dieselheizung zusätzlich das Warmwasser übernehmen, braucht es eine externe Anbindung. Das macht den Einbau aufwändiger und gehört deshalb vorher auf den Tisch.

Gasheizung

Eine Gasheizung nutzt die Gasanlage des Wohnmobils. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn ohnehin eine Anlage an Bord ist. Einfacher als Diesel ist Gas deshalb aber nicht automatisch. Und Sie sind an Gasflaschen gebunden – je nach Reiseziel ist Nachschub schwer zu bekommen, im Ausland unterscheiden sich zudem Anschlüsse und Flaschengrößen.

Wird eine Gasheizung angeschlossen, ist das eine Arbeit an der Gasanlage. Bei uns endet sie immer mit einer Prüfung nach G 607.

Unsere Faustregel

  • Dieselheizung nur bei Dieselfahrzeugen – dafür tanken Sie überall nach, wo Sie gerade stehen
  • Gasheizung vor allem, wenn schon eine Gasanlage an Bord ist
  • Ziel mit schlechter Infrastruktur (Gas schwer zu bekommen): eher Diesel
  • Fahrzeug ist eng bemessen: Einbauort vorher klären, nicht danach

Welche Variante in Ihr Fahrzeug passt, hängt am Ende oft schlicht am verfügbaren Platz und an der Größe des Fahrzeugs. Das sehen wir uns vorher an.

Was beim Einbau zählt

Entscheidend sind Abgasführung, Ansaugung und die Position der Warmluftauslässe. Eine technisch saubere Heizung, die die Wärme an der falschen Stelle abgibt, wird Sie trotzdem ärgern. Deshalb planen wir die Luftführung, bevor wir das erste Loch bohren. Für den Einbau selbst planen Sie bei uns rund zwei Werkstatttage ein – bei Diesel wie bei Gas.

Und der Strom?

Auch eine Diesel- oder Gasheizung braucht Strom – vor allem für das Gebläse. Das ist weniger, als viele befürchten, sollte aber im Winter mitgerechnet werden, damit die Aufbaubatterie nicht zur Schwachstelle wird. Wie Sie Ihren Bedarf überschlagen, steht im Ratgeber Wohnmobil autark: Wie viel Solar und Batterie brauche ich?

Welche Heizungen wir einbauen

Dieselheizungen bauen wir von Autoterm ein, Gasheizungen von Truma – bei beiden Herstellern sind wir Einbaupartner. Mehr dazu auf der Seite Standheizung im Wohnmobil nachrüsten.

Häufige Fragen

Geht eine Dieselheizung auch im Benziner?

Nein. Eine Dieselstandheizung zieht den Brennstoff aus dem Fahrzeugtank – wir bauen sie deshalb nur in Dieselfahrzeuge ein.

Ist eine Gasheizung einfacher nachzurüsten?

Nicht automatisch. Sie lohnt sich vor allem, wenn schon eine Gasanlage an Bord ist. Ob der Platz passt, klären wir vorher am Fahrzeug.

Kann die Dieselheizung auch das Warmwasser machen?

Ja, mit einer externen Anbindung. Der Einbau wird dadurch aufwändiger – das sprechen wir vorher durch.

Wie lange dauert der Einbau?

Rund zwei Werkstatttage, bei Diesel wie bei Gas.

Welche Marken bauen Sie ein?

Diesel: Autoterm. Gas: Truma. Bei beiden sind wir Einbaupartner.

Reden wir über

Jedes Wohnmobil ist anders genutzt. Ein Gespräch spart meist mehr, als jede Tabelle erklären kann.